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Peruaner stellt Andenland vor
Lessing-Mittelschüler sind begeistert
Von DAVID QUOSDORF
Schkeuditz. Ein echter Peruaner, Carlos
Sanchez-Chinen, stellte zu den Projekttagen an der Schkeuditzer
Lessing-Mittelschule sein Land vor. Dabei umschiffte der 40-Jährige
gekonnt die Klippen des üblichen Unterrichts. In seinem rund
60-minütigem Vortrag begeisterte er mit Bildern und Eindrücken,
gepaart mit Klängen aus der Heimat. Sánchez, 1965 in Lima geboren,
lernte bereits mit zehn Jahren Trompete. Von 1984 bis 1990 studierte
er das Instrument am Staatlichen Tschaikowski-Konservatorium in
Moskau. Es folgten diverse Meisterkurse. Zudem erlangte der fast
perfekt deutsch sprechende Sánchez das Diplom für russische
Sprachpädagogik. Seit 1990 lebt er in Meiningen.
Die durch Salsa-Klänge aus mitgebrachten
Instrumenten unterstützte Präsentation des Peruaners zeigte die
Menschen, die in den Anden und im Urwald leben. Carlos sánchez
stellte besonders die Kinder in den Vordergrund seiner Darstellungen.
„Ich will Denkanstöße geben. In meiner Heimat sind die Kinder arm und
müssen sich ihr Brot selbst verdienen, als Schuhputzer oder Fotomodell
für Touristen."
Geschichtslehrerin Monika Mannewitz
bahandelte selbst gerade die Entdeckungen im ehemaligen Inka-Reich wie
zum Beispiel die berühmte Kartoffel. „Herr Sanchez hat natürlich eine
ganz andere Art, diese Dinge darzustellen. Das ist schon sehr
anschaulich." Auch Schulleiterin Maritta Sopart war von der
Bereicherung ihrer Projekttage hellauf begeistert. „Ich hätte
stundenlang zuhören können."
Die Jugendlichen konnten sich zwischen dem Geografie und dem
Umweltprojekt entscheiden. Bei letzterem hatte vor allem die frisch
sanierte Schule selbst etwas davon. Außen wurden die Wege gekehrt und
die Beete auf Vordermann gebracht. Im Schulgebäude wurden fleißig
Blumen umgetopft und die Wände gestaltet. „So sauber wie jetzt war der
Schulhof noch nie", bilanziert Sopart freudestrahlend.
Die Südamerika-Projektier waren zufrieden. „Der Vortrag war sehr
interessant, vor allem die Instrumente", erzählt die 14 jährige
Anne-Lisa Knoblauch. Mitschülerin Mandy Bednarsch war vor allem vom
guten Deutsch des Peruaners begeistert. Die Rektorin kommt nun an
einer Fortsetzung des Projektes im nächsten Jahr nicht mehrvorbei.
Sogar im Kulturhaus soll der Musiker mit seiner flötenähnlichen
Okarina auftreten.
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