27.03.2003
 

Delitzsch-Eilenburger Kreiszeitung

27.03.2003

Peruaner erzählte Geschichten über Blasinstrumente Musikalische Reise in Grundschule

Jesewitz. Die Spannung und Vorfreude war groß - und sie wurde nicht enttäuscht. Ges­tern versammelten sich die 76 Grundschüler aus Jesewitz erwartungsvoll in ihrer Turn­halle. Der in Deutschland le­bende Peruaner Carlos San-chez-Chinen entführte die Schüler auf eine Reise durch die Geschichte der Blasinstru­mente.

Zwei Unterrichtsstunden lang hatten die Kinder der 1. bis 4. Klasse dabei viel Spaß und Unterhaltung. „Ein tolles Erlebnis", hieß es bei den Kindern. Die beiden Stunden vergingen wie im Fluge.

Von den ersten aus Natur­material selbst gebauten Blasinstrumenten bis zu mo­dernen Instrumenten hatte Carlos Sanchez-Chinen alles dabei. Zu jedem Instrument hatte er prompt eine kleine Geschichte parat und erklärte so die Herkunft.

Die beiden Musiklehrerin­nen der Grundschule, Karla Georgi und Brigitte Näther bereiteten das Projekt mit dem musikalischen Gast vor. „Wir führen jedes Jahr ein musikalisches oder kulturel­les Projekt durch", so Brigitte Näther. So waren schon Musi­ker der westsächsischen Phil­harmonie an der Schule, oder es wurden Ausschnitte aus der Oper „Hänsel und Gre­tel"aufgeführt. „Auf diese Weise können unsere Schüler hautnah verschiedene künst­lerische Bereiche besser ken­nenlernen"," betonte die Mu­siklehrerin.

Und das ist gestern gut ge­lungen. Von aus der Steinzeit selbst gebauten Blasinstru­menten aus Knochen oder Muscheln bis hin zu moder­nen Blockflöten stellte der freischaffende Musiker die Klangeigenschaften vor. Von 1984 bis 1990 absolvierte Sänchez-Chinen ein Studium im Fach Trompete am Tschai­kowski-Konservatorium in Moskau. Seit 1990 lebt er in Deutschland, seit 2000 arbei­tet er als freischaffender Künstler. Ute Lehmann


 
     
     

 


 

 
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