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Nordhäuser Allgemeine
Melodien aus der Muschel
Peruanischer Künstler Carlos gab gestern an Wipperdorfer Regelschule Musikunterricht
Musik macht fröhlich. Das erlebten
gestern die 88 Kinder aus den 5. und 6. Klassen der Regelschule
„Hainleite“ in Wipperdorf.
Zum zweiten Mal war es Musiklehrerin Ursel Müller gelungen, den
peruanischen Künstler Carlos Sanchez-Chinén in die Schule zu bitten.
Bei seinem ersten Besuch hatte er die Instrumente der Inkas vorgestellt
und den Kindern Tonpfeifen geschenkt. Gestern lautete sein Thema „Eine
unterhaltsame Einführung in die Welt der Blasinstrumente“. Der Peruaner
packte die Instrumente seiner Ahnen aus – das waren Muschel- und
Tierhörner, Bambus oder Knochenflöten. In der Zeit der Renaissance
kamen die Schalmei und das Krummhorn dazu. Zu den Barockinstrumenten
zählen Piccolo-, Sopran-, Alt-, Tenor- und Bassblockflöten oder
Naturtrompeten. Bis zu den modernen Holz- und Blechblasinstrumenten
fürs Orchester stellte Carlos Sanchez-Chinén sein großes Reservoir vor.
Die Mädchen und Jungen aus der Region Wipperdorf spitzten die Ohren.
Während der peruanische Pädagoge auf einem Instrument die Melodien
blies, klatschten sie rhythmisch in die Hände. Einige der Schüler
nehmen Musikunterricht. Sie erlernen jedoch Tasteninstrumente oder das
Spielen auf Blockflöten. Was ihnen Carlos Sanchez-Chinén vorführte und
zeigte, gefiel ihnen außerordentlich. Der Peruaner gab ihnen die
verschiedenen Blasinstrumente auch in die Hände und ließ den Kindern
das Musizieren ausprobieren. Da spürten sie, dass das keine leichte
Aufgabe ist.
Es bedarf schon einer gewissen Atemtechnik und Anstrengung, den
Urzeitinstrumenten ein Tönchen geschweige denn eine Melodie zu
entlocken. Den 5.- und 6.-Klässlern machte der außergewöhnliche
Musikunterricht eine große Freude, und auch der Künstler
verhehlte sein Vergnügen nicht. Er lebt übrigens in Meiningen und
betreibt als „El Indio“-Kunsthandwerk aus Südamerika.
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