01.04.2004
  
 

Nordhäuser Allgemeine

Melodien aus der Muschel

Peruanischer Künstler Carlos gab gestern an Wipperdorfer Regelschule Musikunterricht

Musik macht fröhlich. Das erlebten gestern die 88 Kinder aus den 5. und 6. Klassen der Regelschule „Hainleite“ in Wipperdorf.

Zum zweiten Mal war es Musiklehrerin Ursel Müller gelungen, den peruanischen Künstler Carlos Sanchez-Chinén in die Schule zu bitten. Bei seinem ersten Besuch hatte er die Instrumente der Inkas vorgestellt und den Kindern Tonpfeifen geschenkt. Gestern lautete sein Thema „Eine unterhaltsame Einführung in die Welt der Blasinstrumente“. Der Peruaner packte die Instrumente seiner Ahnen aus – das waren Muschel- und Tierhörner, Bambus oder Knochenflöten. In der Zeit der Renaissance kamen die Schalmei und das Krummhorn dazu. Zu den Barockinstrumenten zählen Piccolo-, Sopran-, Alt-, Tenor- und Bassblockflöten oder Naturtrompeten. Bis zu den modernen Holz- und Blechblasinstrumenten fürs Orchester stellte Carlos Sanchez-Chinén sein großes Reservoir vor. Die Mädchen und Jungen aus der Region Wipperdorf spitzten die Ohren. Während der peruanische Pädagoge auf einem Instrument die Melodien blies, klatschten sie rhythmisch in die Hände. Einige der Schüler nehmen Musikunterricht. Sie erlernen jedoch Tasteninstrumente oder das Spielen auf Blockflöten. Was ihnen Carlos Sanchez-Chinén vorführte und zeigte, gefiel ihnen außerordentlich. Der Peruaner gab ihnen die verschiedenen Blasinstrumente auch in die Hände und ließ den Kindern das Musizieren ausprobieren. Da spürten sie, dass das keine leichte Aufgabe ist.
Es bedarf schon einer gewissen Atemtechnik und Anstrengung, den Urzeitinstrumenten ein Tönchen geschweige denn eine Melodie zu entlocken. Den 5.- und 6.-Klässlern machte der außergewöhnliche Musikunterricht  eine große Freude, und auch der Künstler verhehlte sein Vergnügen nicht. Er lebt übrigens in Meiningen und betreibt als „El Indio“-Kunsthandwerk aus Südamerika.


  

 
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