2011
 
  • 2011

  • März - Mai 2011:

CIAP-Abkommen erfolgreich erneuert . . .

Mit CIAP kooperiert Arte Indio seit nunmehr drei Jahren. Kennengelernt haben wir diese Organisation im März 2008. Anlässlich der Neuwahl des Präsidenten statteten wir dem neuen Präsidenten einen Besuch ab, um ihm persönlich unsere Glückwünsche zu übermitteln. Aus diesem Treffen resultierte eine Auffrischung unserer Partnerschaft mit der Organisation.

Die CIAP ist einer der größten peruanischen Zusammenschlüsse (Organisation) von Handwerkern, die sich auf die Produktion und den Export von Handwerksprodukten unterschiedlicher Warengruppen aus verschiedenen Regionen Perus spezialisiert hat. Außerdem organisiert die CIAP verschiedene Aktivitäten, um den Lebensstandard, die Arbeitsbedingungen und das Leben der Handwerker und deren Familien in den Gemeinden zu verbessern.

 

Das Globale Klassenzimmer im Henfling-Gymnasium Meiningen

Aufrichtig gefreut hat sich Arte Indio über die feierliche Einladung zur Eröffnung des Globalen Klassenzimmers am 12.04.2011 um 13.30 Uhr im Raum A108 des Henfling-Gymnasiums in Meiningen. Das Globale Klassenzimmer Meiningen ist ein Kooperationsprojekt des Henfling Gymnasiums Meiningen, des Ökumenischen Arbeitskreises Schmalkalden e.V. und des Eine Welt Netzwerkes Thüringen e.V. (EWNT). Es soll einen Lernort bieten, an dem sich Schülerinnen und Schüler mit der Vielfalt der Einen Welt und den Herausforderungen, die sich im Zuge einer zunehmenden Globalisierung ergeben, auseinandersetzen. Ein herausragendes Projekt ganz in unserem Sinne, in dem auch Arte Indio die eine oder andere Veranstaltung umzusetzen plant.

 

  • Mai 2011


Weltladentreffen Ost 2011. . .

Wie jedes Jahr nahmen wir auch 2011 wieder am traditionellen Weltladentreffen Ost teil. Die Mecklenburger organisierten die Veranstaltung am idyllischen Plauer See bei Alt-Schwerin mit bestem Wetter am letzten Aprilwochenende. Thema des Treffens war "Fairer Handel - Wachstum mit Nebenwirkungen?" Das Arte-Indio-Team beteiligte sich rege an den Diskussionen und Workshops aus Sicht der Produzenten. Wir waren neben den Importeuren dwp, Gepa und El Puente mit einem Stand neuer Artikel und Muster vertreten, die sich großem Zuspruch erfreuten. Unsere Kunden aus den Weltläden gaben uns Rückmeldungen und Wünsche zu unseren neuen und bewährten Produkten. So haben wir beim Treffen nicht nur Informationen ausgetauscht und wertvolle Anregungen bekommen, vielmehr haben wir uns bei Kunden und in der Branche in Erinnerung gebracht und "Gesicht gezeigt". Wir hoffen damit auf weiterhin gute Zusammenarbeit und freuen uns auf die nächste Veranstaltung.


Musterkollektion Fairtrade Bio Baumwolle in Naturfarben. . .

Im Zuge der Beschaffung von Aufträgen für unsere Frauen-Kooperative „Casa Betania“ in Lima hat ARTE INDIO mit einem Lieferanten von Bio-Baumwolle in natürlichen Baumwollfarben die Zusammenarbeit aufgenommen. Diese Stoffe zeichnen sich durch eine erstklassige Qualität aus und sind in ihrer Farbe, ausschließlich natürliche (ungefärbte!) Baumwolle, einzigartig. Die Stoffe sind gleich zweifach „gesiegelt“ durch das „EKO“ Gütezeichen“ und das FAIRTRADE-Siegel. Ziel ist es, mit diesen Stoffen eine Musterkollektion zu erstellen, die im Herbst 2011 den Weltläden als Vororder-Kollektion für die Saison Frühjahr/Sommer 2012 vorgestellt werden soll. Schon jetzt kann man bei ARTE INDIO eine erste Test-Kollektion begutachten.

 

  • Dezember 2011


Neuigkeiten von der Expoartesanías in Bogotá / Kolumbien

Es ist uns sehr wichtig, unseren Kundinnen und Kunden immer wieder Neuigkeiten präsentieren zu können. Zum ersten Mal entschieden wir uns deshalb auf die internationale Messe für Kunsthandwere "Expoartesanías" nach Bogotá, Kolumbien, zu fahren. Diese fand vom 7.-20.12.2011 statt, in 5 Pavillons konnte man über 700 Aussteller bewundern. Die Hoffnung, dort auch Handwerker anderer lateinamerikanischer Länder zu treffen, wurde zwar nicht gänzlich erfüllt, denn nur wenig internationale Aussteller fanden den Weg nach Kolumbien, doch waren dort sehr viele gute einheimische Produzenten vertreten. Die Messe wurde jedoch sonst den Erwartungen gerecht, denn das Kunsthandwerk Kolumbiens genießt einen ausgezeichneten Ruf, was Qualität und Innovation angeht: neue Materialien, neue Verarbeitungsweisen, neue Designs und neue Produkte. Viele schöne Sachen, die es so noch nicht auf dem deutschen Markt gibt  – eine schwere Entscheidung hier eine Auswahl zu treffen.

Zunächst schauten wir, was interessant wäre, was unseren Kunden gefallen könnte, dann ging es um das Unternehmen, Großunternehmen fallen durch unser Raster. Denn es gibt dort natürlich auch die großen, etablierten Unternehmen, aber eben auch die kleinen Familienunternehmen und Kooperativen, die sich getraut haben, trotz aller Schwierigkeiten in der Infrastruktur (viele Straßen waren durch den Regen kaum passierbar), aus weitentlegenen Regionen in die Hauptstadt zu kommen. Hier wurde ihnen von staatlicher Seite zwar ein Messeplatz zur Verfügung gestellt, um ihre Absatzchancen zu vergrößern, doch dann zeigten sich auch die Defizite, wie wir sie schon aus Peru kennen: Die kleinen, einfachen Handwerker, die vielleicht in Kooperativen organisiert sind, sind kaum auf die Messe vorbereitet. Sie kennen Märkte, auf denen sie ihre Waren direkt an den Endkunden verkaufen, doch auf Händler, die auf der Suche nach Neuigkeiten sind, exportieren wollen, sind sie nicht eingestellt. Nur wenige haben Fotos ihrer Produkte, Preislisten oder einfach nur Flyer. Aber das sind die Unternehmen, die durch Fairtrade gefördert werden sollen, dessen Prinzipien auch in Kolumbien unter den Produzenten noch nicht so bekannt sind. Viele sind erstaunt, dass es durchaus eine alternative Verkaufsstrategie gibt, die den Preis nicht über den Produzenten drückt, sondern diesen im Gegenteil sogar fördern will. Wichtig ist dabei für uns, dass eine Möglichkeit zur Kommunikation im Falle von Aufträgen und Weiterentwicklungen gibt.

Für die nächsten Jahre wird Kolumbien und die Messe ein Bereich sein, den es zu beobachten gilt, denn was wir gesehen haben, war sehr interessant. Die Kontakte sind geknüpft und wir hoffen auf eine gegenseitige Unsterstützung: Förderung des Fairtrade in Kolumbien (oder auch anderer lateinamerikanischer Länder) und neue Entwicklungen, Produkte für den deutschen Markt. Für dieses Jahr haben auf jeden Falls schon schöne Sachen den Weg in das Flugzeug nach Deutschland gefunden.

 

 
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