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ICHIMAY WARI
Name: Handwerker-Vereinigung „Ichimay Wari“
Ort: Distrikt Lurín,
39.5 km südlich von Lima/ Peru
Produkte: Keramik, gewebte
Arbeiten
„Ichimay“ ist der ursprüngliche Name von „Gott“
in der Region von Lurin.
Die Ichimas wurden im Jahre 700 nach
Chr. vom Volk der „Wari“ anektiert, dessen Sitz im District von
Quinua, Provinz Huamanga, Department Ayacucho war. Dies ist auch der
Geburtsort der Handwerker der Vereinigung „Ichimay Wari.“
Emiliano Orellana erzählt, dass alle Mitglieder von Ichimay
Wari „Ayacuchanos“ sind und die Mehrheit von ihnen aus der Region
Quinua stammt. Sie sind unter verschiedenen Umständen und in
verschiedene Orte und Stadtteile Limas gekommen. Herr Orellana wohnt
seit 1979 im Ort Chorrillos bei Lima mit einigen Bauern. Sie hörten,
dass die Stadtverwaltung Lurin, Böden zu vernünftigen Preisen
anbot. So kauften sie Grundstücke, welche in den nächsten Monaten
in gemeinsamer Arbeit urbar gemacht wurden. Zwischen 1984 und 1985
zogen Sie dann endgültig nach Lurin.
Emilio Fernández
berichtet, dass er 1986 von Ayacucho kam und zunächst im Flughafen
“Jorge Chávez” zu arbeiten anfing. Er traf einige seiner
Landsleute in der Stadt Lima, welche ihm erzählten, dass sie in
einem Exportunternehmen für Kunsthandwerkserzeugnisse als Handwerker
arbeiten. Emilio besuchte seine Freunde danach oft zu sportlichen
Spielen. Mit der Zeit kamen immer mehr seiner Landsleute dazu.
Auf
Grund der allgemeinen Probleme mit Missbrauch von Zwischenhändlern,
kamen Emilio und seine Landsleute aus Ayacucho zu den Entschluss, das
nur sie alleine ohne Zwischenhändler voran kommen könnten. Sie
gründeten die Vereinigung "Pasaq", die zwar keinen
besonderen Erfolg hatte, aber jedoch eine große Motivation war, um
eine neue, bessere Vereinigung zu schmieden.
Bis zum März
1999 kamen immer mehr Handwerker dazu. Als sie schließlich zu einer
Anzahl von 25 Handwerkern angewachsen waren, wurde unter ihnen einen
Koordinator gewählt. Er hatte bereits Erfahrungen aus anderen
Vereinigungen.
Bei der Suche nach einem geeigneten Namen für die
neue Vereinigung kam es zunächst zu einer Debatte. Schließlich
entschied man sich für die Kombination von zwei Namen: "Ichimas",
wie der Name der Siedler von Lurin, die sie jetzt ja alle sind und
"Wari"- der Quechuaname aus der Region, aus der
sie stammen. Im Juni 1999 wurde die Handwerker-Vereinigung
„Ichimay Wari“ offiziell gegründet.
Während eines
Besuchs von IFAT Vertretern Ende 2000 in Lima, kam die Vereinigung
„Ichimay Wari“ mit der CIAP in Kontakt. Die Vereinigung „Ichimay
Wari“ wurde Mitglied der CIAP.
Organisation der
Vereinigung:
Zur Zeit zählt die Vereinigung insgesamt 18
Mitglieder. Jedes Mitglied hat eine Familienwerkstatt, die
spezialisiert ist auf Keramik, gewebte Textilien oder Altaraufsätze.
Es gibt zwei Haupt-Versammlungen im Jahr und daneben noch
außerordentliche Mitglieder-Versammlungen in regelmäßigen
Abständen. Der Vorstand, der aus 8 Vorstandsmitgliedern besteht,
trifft sich, wenn die Umstände danach verlangen. Jedes zweite Jahr
wird der Vorstand neu gewählt. In den Vorstandversammlungen werden
Berichte erarbeitet, die Bilanzen ausgewertet sowie die Planung und
die Kontrolle der Produktion organisiert.
Herstellung
und Vermarktung:
Der Vermarktungssekretär nimmt die
Aufträge an, koordiniert die Herstellung und liefert die Aufträge
aus. Bei Eingang eines Auftrages erstellen die Mitglieder zunächst
ein Muster/Probestück, welches vom Auftraggeber als gut befunden
wird.
Die Herstellung wird von dem selben Handwerker übernommen,
der auch die Proben/Muster gemacht hat, es sei denn, dass sein
Produktionsvermögen überschritten wird. In diesem Fall wird die
Arbeit zusätzlich an andere Handwerker verteilt.
Von der
Qualitätskontrolle (eine Kommission von 2 Personen) werden die
fertigen Produkte mit dem Muster verglichen und die Preise
entsprechend der Qualität abgestimmt, bevor die Arbeiten zusammen
mit Original/Muster an den Kunden ausgeliefert wird.
Vorteile
der Mitgliedschaft in der Vereinigung:
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