2008

 

 
 
 2008

  • Mai/Juni

kinderdias011 Anlässlich des Internationalen Kindertages hat Arte Indio bei einigen kleinen und großen Veranstaltungen in der Region mitgewirkt.
Unter anderem beim „Kinder-Spiel-Fest“  auf der EGA in Erfurt und bei einem Schulprojekttag  zum Thema „Kinder der Welt“ in der Pulverrasenschule in Meiningen.
Auch konnten wir uns freuen über den Besuch unserer Mitarbeiterin aus Peru Rafaela Martinez. Lange war es her, dass sie das letzte Mal in Deutschland weilte (4 Jahre). So hat sie sich nun ein Bild machen können über die Entwicklung in den vergangenen Jahren.
Unsere Mitarbeiterin, Frau Welsch, war für einige Zeit im Krankenhaus, um sich einer schon seit längerem geplanten Mandel-Operation zu unterziehen. Wir sind nun froh, dass sie nach 4 Wochen Krankheit wieder bei uns und trotz der aufgetretenen Komplikationen wieder fit ist.
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Unsere Sendung aus Peru, mit den Aufträgen und Bestellungen vom Frühjahr,  ist angekommen, mit vielen Neuigkeiten und interessanten Artikeln. Wir sind bereits dabei, die neuen Artikel in den Online-Shop zu stellen und wie Sie sicher bereits gesehen haben, sind auch einige Artikel wieder vorhanden, die zwischenzeitlich ausverkauft waren.
 
Also, Zeit mal wieder bei uns reinzuschauen!  
 
  • April
   
Am Donnerstag, den 24. April, war Arte Indio mit vier Veranstaltungen für die 1. bis 8. Klasse in der Regionalschule Wolgast zu Gast. Die Schüler dort waren von der Vielfalt an ihnen meist unbekannten exotischen Instrumenten und den vielen Bildeindrücken sehr angetan und brachten ihre Begeisterung durch eine aktive Teilnahme zum Ausdruck.
Diese Veranstaltung konnte durch die Initiative und finanzielle Unterstützung des Weltladens Wolgast stattfinden. Hiermit deshalb ein großes Dankeschön an den Weltladen Wolgast! 

p1010112 Am Abend fand eine Fortbildungsveranstaltung “Einführung in die Instrumentenkunde traditioneller Musik Lateinamerikas” für die Mitarbeiter der Weltläden aus der Region sowie für Interessierte aus anderen Tätigkeitsbereichen (Erzieherinnen, Musiklehrer usw.) statt. In der schönen Atmosphäre der Kirchenkapelle erfreute sich diese Veranstaltung eines regen Zuspruchs.
Etwa 20 Personen fanden sich für diese Veranstaltung ein, obwohl es zeitgleich in Wolgast auch eininge andere Veranstaltungen gab. 
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfuhren p1010109viel Wissenwertes über die Musikinstrumente Lateinamerikas (überwiegend Blas- und Schlaginstrumente).  Auch beim praktischen Teil waren alle mit Begeiserungung dabei, den doch sehr exotischen und nicht alltäglichen Instrumenten Töne zu entlocken.
Am 25. April ging es vormittags mit der Veranstaltung „Die Welt der Blasinstrumente“ in der Regionalschule Jarmen weiter. Alle 75 Kinder fanden in der kleinen Turnhalle Platz und lernten Geschichtliches und Musikalisches von der Knochenflöte bis hin zur Tuba.
 
Sonderbelieferung / Holzschnitzereien und Holzfiguren / Neue Produkte
Vom 28. - 30. April waren wir mit unserem “Arte Indio- Mobil” in der Region Thüringen/Sachsen unterwegs, um einige Kunden mit Aktions-Ware zu beliefern und um Neukunden zu besuchen. Hier konnten wir zum ersten Mal den Weltladen im Dastietz Chemnitz, den Weltladen Dippoldiswalde, den Weltladen „La Tienda“ in Freiberg sowie eine Aktionsgruppe in Gera als Kunden begrüßen, die sich eine kleine Auswahl aus unserem Sortiment aussuchten. Wir wünschen uns auch mit diesen Weltläden ein gute Zusammenarbeit.

Zu erwähnen wäre auch eine Anfrage der Aktionsgruppe Gera (Frau Cornelia Fris).  Vor einigen Jahren hatte die Aktionsgruppe gewebte Hüllen für ihre Gebetsbücher aus Südamerika bezogen. Da die Bezugsquelle inzwischen leider versiegt ist, kamen sie mit dem Anliegen auf uns zu, diese neu zu beschaffen. Wir werden diese Buchhüllen nun im Zuge unserer Zusammenarbeit mit zwei Kooperativen in Peru herstellen lassen. Schon jetzt sind wir gespannt auf die neuen Produkte im nächsten Jahr!
 

  • März

Im Februar besuchten wir Peru:

In diesem Jahr haben wir sehr viele neue Kontakte zu Associationen (Vereinen), Kooperativen und zu den einzelnen Handwerkern hergestellt. Aber das Wichtigste, das wir erwähnen wollen, ist eine Vereinbarung, die Arte-Indio mit der CIAP geschlossen hat.

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Die CIAP ist eine der größten peruanischen Zusammenschlüsse (Organisation) von Handwerkern, die sich auf die Produktion und den Export von Handwerksprodukten unterschiedlicher Warengruppen aus verschiedenen Regionen Perus spezialisiert hat. Außerdem organisiert die CIAP verschiedene Aktivitäten, um den Lebensstandard, die Arbeitsbedingungen und das Leben der Handwerker und deren Familien in den Gemeinden zu verbessern.imgp2278

Die CIAP hat ca. 20 Arbeitsgruppen in ganz Peru, mit ca. 2000 Mitgliedern (bei ca. 700 Handwerkern). Sie ist IFAT-Mitglied sowie eine der politisch aktivsten Organisationen in Peru und Südamerika.

Mit großen Anstrengungen von Seiten der CIAP und ihrer politischen Partner wurde in diesem Jahr ein Gesetz für Kunsthandwerker in Peru erlassen.

Dieses Gesetz bringt die Kunsthandwerker in Peru in den Status eines anerkannten Berufsstandes. Damit ist die Grundlage geschaffen, dass diese Bevölkerungsschicht im gesellschaftlichen und politischen Leben Berücksichtigung findet! 

 
Arte Indio war bei verschiedenen Aktivitäten im Monat Februar eingeladen, die Arbeit der CIAP kennenzulernen, u.a. bei:

 

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- der Jahresversammlung der Delegierten in der Stadt Puno
- einem Jahresjubiläum des Fair Handels Ladens K´antu in Lima

Arte Indio und CIAP haben die Zusammenarbeit beschlossen und bereits einige Aktionen geplant. Für das Jahr 2009 ist eine Ausstellung mit Produkten von Mitgliedern dieser Association in Deutschland geplant.

Arte Indio wird in den nächsten Jahren jedes Mitglied der CIAP besuchen, um Erfahrungen auszutauschen und die Probleme der Mitglieder zu erfahren.

Arte Indio hat sich ausserdem dazu bereit erklärt, junge Leute aus Deutschland, die an einer freiwilligen Tätigkeit in Peru interessiert sind, zu vermittlen.

Durch diese Zusammenarbeit möchten wir die Arbeit der CIAP unterstützen, indem wir die Verbindung bis zum letzten Glied in der Kette des Fairen Handels (den Weltläden und ihren Kunden) darstellen. Hierdurch hoffen wir, den Informationsfluss von den Herstellern bis zu den Abnehmern zu erleichtern. Dies schafft zum einen die nötige Transparenz für den Käufer von Fair gehandelten Produkten sowie auch ein direktes Feedback bezüglich der Nachfrage vom Käufer zu den Herstellern. So erhalten die Handwerker die Möglichkeit für eine zielgerichtete bedarfsgerechte Produktion.

arte indio Unsere Erfahrungen haben uns gezeigt, dass mitunter bestimmte Kunsthandwerksprodukte in Deutschland besser verkauft werden könnten, wenn vom Hersteller andere Farben und Materialien verwendet werden würden. Ein Beispiel hierfür ist die KooperativeCasa Betania in Lima. Dort werden oft gewebte Stoffe benutzt, die sehr bunte Farben besitzen, die allerdings für Kunden in Deutschland nicht so ansprechend sind.
Beim Besuch dieser Frauengruppe stellte sich heraus, dass sie auch andere Stoffmuster zur Verfügung haben (Muster der Shipibo Indianer, Urwald Südamerikas), von denen wir überzeugt sind, dass diese in Deutschland besser ankommen würden, so hat Arte Indio eine kleine Probebestellung organisiert. Wir sind gespannt auf die Resonanz in Deutschland.

Auf diese Weise wollen wir versuchen, den Handwerkern die Möglichkeiten zu zeigen, ein breiteres Angebot herzustellen. Ebenso wichtig ist natürlich auch die Qualität und die Innovation, die ständig auch in den Gesprächen mit der CIAP ein wiederkehrendes Thema sind.

Wir hoffen, dass uns die Arbeit mit der CIAP dadurch erleichtert wird, dass unser Geschäftsführer selbst Peruaner ist. Somit stellen allein sprachliche Probleme kein Hindernis dar.

Arte Indio hält Sie an dieser Stelle über diese Zusammenarbeit auf dem Laufenden! 

 
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  •  Februar

  • Fingerpüppchen / Besuch der Kooperative Irpa in Cochiraya. Puno. Peru.
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Im Februar war Arte Indio auch in der Region Puno unterwegs, um unsere Partnerkooperative, die uns die berühmten, geliebten und phantasievollen Fingerpüppchen herstellt, zu besuchen. Ihre erste Sendung kam 2006 zu uns und wurde damals schon sehr gut angenommen. Seitdem versuchen wir, zusammen mit den geschickten Frauen, immer wieder neue Fingerpüppchenmodelle auf den Markt zu bringen. Inzwischen sind ca. 60 Modelle in unserem Onlineshop zu bestaunen und zu bestellen. Es werden im Monat Mai/Juni weitere neue Modelle dazu kommen. 

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Wir haben auch eine kleine 10-teilige Weihnachtskrippe für die Weihnachtszeit vorbereitet (Die Idee kam von einem Kind, das nicht mit den teuren und zerbrechlichen Keramikfiguren spielen durfte). Darauf freuen wir uns schon jetzt! Allerdings ist es vorerst nur eine kleine Sendung, wenn Sie Interesse haben, also bitte gleich vorbestellen! 

Die Kooperative „Irpa“ ist eine kleine Gruppe von ca. 30 Frauen, die 2 Stunden beschwerlichen Weges von Puno entfernt liegt (die Entfernung ist zwar nicht so groß, aber duch die schlechten Wege dauert es doch so lange). Puno liegt im Süden von Peru, in einer großen ländlichen Gegend. 

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    Wir, als weit angereister Besuch, wurden herzlich von den Landfrauen dort aufgenommen. Das weniger Schöne bei diesem Besuch war ein kleiner Unfall des Vorstandsvorsitzenden. Er muß leider nun für ein halbes Jahr an Krücken gehen.

Die neuen Produkte wurden besprochen, es war eine schöne Atmosphäre, auch um Fotos zu schiessen. Einige von diesen Fotos haben wir für Sie vorbereitet, sie sind zurzeit auch im Meininger Hallenbad ausgestellt aus Anlass unserer Aktion zum „Tag des Handwerkers“. Die Bilder können gerne auch auf Wanderschaft in verschiedene Weltläden gehen. Bei Interesse melden Sie sich bitte einfach bei uns.

Nach einem gemeinsamen Mitagessen kamen wir zurück nach Puno. Am nächsten Tag haben wir unsere Reise nach Cusco fortgesetzt. 

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  • Februar

Umhängetaschen  / Besuch der Kooperative Alpaquita, Chahuaytire, Pisaq Region, Cusco, Perualpaquita

Nach unserer Ankunft in Cusco wurden wir von Genaro Paravisino, einem alten Handwerkerfreund aus Pisaq, empfangen.   Dieser lebt in einem wunderschönen Tal, eine Stunde Busfahrt von Cusco entfernt. Nicht nur die dortigen Ruinen sind eine touristische Attraktion, sondern auch die Handwerksprodukte, die in dieser Region, seit der Inkazeit hergestellt werden.  

Mit Hilfe von Genaro haben wir sehr vieles über diese Region erfahren sowie über die Menschen und deren Handwerk. So war es uns möglich, neue Produkte zu finden, die wir in Deutschland noch nicht kennen. Auch eine jüngere Kooperative hat uns angesprochen, deren Produkte wir ab Mai anbieten werden. Es handelt sich hier um handgewebte Umhängetaschen mit Mustern der Inkatradition. Wir haben kurz entschlossen eine Einladung dieser Kooperative angenommen.

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Zum Glück war in dieser Woche wenig Regen, sonst wären wir gar nicht hingekommen. Die Straßen sind in der Regenzeit fast unpassierbar, da sie nicht geschottert sind, sondern nur aus festgefahrener Erde bestehen. Die Bewohner der höheren Region sind gezwungen zu laufen (4 bis 5 Stunden). Es fahren keine öffentliche Verkehrsmittel. 

Nach 2 Stunden Fahrt in den hohen Tälern der Pisaqregion sind wir zur Kooperative Alpaquita gekommen. Die Kooperative ist erst 2 Jahre alt. Sie erstellt handgewebte Produkte und bietet diese auf dem Markt in Pisaq an. Zu der Kooperative gehören ca. 10 Mitglieder. Eine kleine Auswahl von deren Arbeiten können Sie in unserem Onlineshop bestaunen. Diese Taschen sind aus Alpakawolle und Schafwolle, handgesponnen, handgefärbt und handgewebt. Die Herstellung einer solchen Umhängetasche dauert oft 2 – 3 Wochen, da die Handwerker zwischendurch auch ihren anderen Tätigkeiten (Landwirtschaft) nachgehen müssen. 

Ab November erwarten wir auch neue Taschen mit Naturfarben. Haben Sie bitte Verständnis, dass diese Taschen Einzelstücke sind und wir sie nur über den Onlineshop anbieten können.
 

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