Handwerker Familie Paravicino
 
lima            
Name:
 Artesanía “Sisari”
Ansprechpartner: 
Genaro Paravicino Manotupa
Gründungsjahr: 
1983     
Arte Indio Partner seit: 
2005
Zahl der Mitarbeiter: 2
Mitglieder: Genaro Paravicino Manotupa(46), 
  Marilyn Quinto Chacón  ( 36 )
Frauenanteil:  
50 %

Produkte: Keramik-Kunsthandwerk: Musikinstrumente (Ocarinas), Mobiles, Geschirr, Gebrauchsgegenstände und Schmuck.

Die Produzenten

Die Familie Paravicino ist eine Handwerksfamilie mit indigen Wurzeln aus Cuzco. Sie arbeiten in einer kleinen häuslichen Werkstatt in Lima. Durch die Zusammenarbeit mit Arte Indio in den letzten Jahren konnten viele neue Gebrauchsgegenstände aus Keramik ebenso wie verfeinerte Instrumente und “Incensorios” (Nachbau der vorspanischen Keramik) entwickelt und neu entworfen werden. Es ist bemerkenswert, wie geschickt sie mit dem Pinsel (aus Katzenhaar) arbeiten können, um die verschieden “Incaicos”, Ocarina-Modelle mit traditionellem Inkamuster, zu beschmücken. Die Aufträge von Arte Indio sind ein Anreiz für die ganze Familie, auch die Tochter Sisari folgt bereits den Tradition der Eltern und beginnt schon erste Kunsthandwerksstücke zu bemalen. Arte Indio unterstützt die Paravicino-Werkstatt durch kontinuierliche Aufträge und eine langfristige Zusammenarbeit sowie Weiterbildungskurse und Vorträge für die persönliche und geschäftliche Entwicklung.
Durch verschiede Maßnahmen konnten zudem die Qualitätskontrolle in der Werkstatt und die Planung der Fertigungsschritte verbessert werden. Zudem schafft es auch immer wieder einen Anreiz zu neuer Kreativität.


Handwerker Familie ParavicinoHandwerker Familie Paravicino

Zusammenarbeit mit anderen Gruppen:

Die Familie arbeitet mit anderen Gruppen zusammen, nimmt an Messen und Ausbildungen teil und bietet Rohmaterialien (z.B. unbemalte Okarinas oder Glocken) zum Kauf auf Kredit an.

Hintergrund:

Seit seiner Kindheit ist Paravicion dem Kunsthandwerk zugewandt, gelernt hat er es in der Werkstatt seiner Familie. Im Alter von 10 Jahren hat er die Handwerksschule in Pisac besucht. Mit 15 Jahren lernte er das Schnitzen von Keramikteilen. Mit 23 Jahren entschied er sich, endgültig nach Lima zu ziehen. Er ist verheiratet und hat 2 Töchter.

Vorteile durch den Fairen Handel:

  • Vorfinanzierung der Aufträge
  • sichere Abnahme der Produkte
  • Unterstützung in der Produktinnovation
  • Unterstützung bei der Suche nach neuen Märkten
  • die Förderung der ursprünglichen einheimischen Traditionen. 

Genaro Paravicino über sich selbst: 

genaro.03Seit meiner Kindheit wuchs ich in der Welt der Handwerker auf, meine Eltern sind Bäcker, aber meine Großeltern und Onkel haben dem Keramik-Handwerk gewidmet. Schon als ich klein war, begann ich, in spielerischer Arbeit Keramikkugeln aus Lehm für Püppchen herzustellen. Mit jedem Jahr mehr wurde mir bewusst, dass dies nicht einfach nur eine Form der Ablenkung ist, sondern ein wichtiger Teil der Kunst und des Handwerkes, das unsere Vorfahren praktiziert haben. 
Im Alter von 10 Jahren besuchte ich die Handwerksschule in Pisac, Cuzco, Peru, denn schon in jungen Jahren hatte ich die Neigung zur Kunst. Das ist der Grund, weshalb ich mich entschieden habe, in die Handwerksschule zu gehen, um die Kunst der Inkas zu lernen und wieder zu beleben. Dabei habe ich gelernt, mit Pinseln aus Katzenhaaren und aus Vogelfedern umzugehen und zu malen. Als ich 15 Jahre war, habe ich Bildhauerei gelernt. Dies ist auch der Grund dafür, dass ich jede beliebige Form von Keramikfiguren schnitzen kann.
Im Alter von 14 Jahren kam ich das erste Mal in die Stadt Lima und mit 23 Jahren bin ich dann endgültig in diese Stadt gezogen. Ich studierte Soziale Kommunikation an der San Martin Universität, aber aus Mangel an den nötigen finanziellen Mitteln konnte ich das Studium nicht beenden und widmete mich noch intensiver dem Handwerk.
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Zur Zeit stelle ich Gebrauchsgegenstände, Teller, Mobile, Vasen, Kerzenhalter etc. her. Diese bemale ich mit verschiedenen Designs, wie zum Beispiel geometrischen Figuren, kolonialen Landschaften, den Anden, dem Dschungel, den Nazca-Linien oder Cholitas.
Meine Frau heißt Marylin Quinto Chacón und ist eine Expertin der Malerei. Wir haben 2 Kinder im Alter von 9 und 13 Jahren, die sehr gerne die Ocarinas bemalen. Sie haben eine Vorliebe für die Malerei, aber im Moment sind sie mehr mit ihrer Schulausbildung beschäftigt.
Mein Wunsch ist es, die Kunden ernstzunehmen und ihre Wünsche zu realisieren, sich an vereinbarte Termine für Produktlieferungen zu halten, und vor allem, meine Produkte in hoher Qualität herzustellen.
 
 
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