Alpaqueras Alpaqueros y Artesanos Asociación Alto Andina
 

Presidente: Miriam Mandamiento Perez
Secretario: Dionicia Araca Chavez
Tesorera: Luisa N. Cauna Anquise
Vocal: Luisa Mamani Copari
Fiscal: Vidal Humiri Perca

Die Kooperative

Die Kooperative „Apaqueras“ ist eine reine Frauen-Kooperative aus Santa Rosa de Mazo Cruz, einer Ortschaft im Süden Perus. Die Kooperative besteht ausschließlich aus Alpaka-Halterinnen, welche bisher lediglich die Rohprodukte ihrer Alpakas verkauften. Auf Grund verschiedener Bildungsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit der Kooperative „Irpa“ aus Puno (einem langjährigen Partner von Arte Indio) jedoch ist es der Apaqueras-Kooperative nun auch möglich, qualitativ hochwertige Produkte aus den Fasern herzustellen. Zurzeit besteht die Kooperative aus 30 Frauen, die ihre Produkte in Heimarbeit, jedoch in Zusammenarbeit mit der Kooperative herstellen.

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Mazo Cruz liegt auf dem Collao-Plateau in einer Höhe von 4.045 Metern im Zentrum der umliegenden Ortschaften. Aufgrund des rauen Klimas in dieser Region ist Agrarwirtschaft kaum möglich. Es wurde bereits versucht, kleine Agrar-Parzellen für den Eigenbedarf zu bewirtschaften. Die mühselige Arbeit jedoch wurde oft durch plötzlichen Nacht-Frost zerstört. Auch unterstützende Maßnahmen der Regierung konnten nicht allen Familien helfen, so dass für viele der Bewohner die Haltung von Alpakas und der daraus folgende Verkauf der Wolle und des Fleisches die einzig mögliche Einnahmequelle darstellt. Ein Problem dieser Alpaka-Halterinnen jedoch ist, dass viele von ihnen nicht die nötige Ausbildung zum Züchten der Tiere haben. Es fehlt ihnen das Wissen, die Population zu kontrollieren und somit die Absatzchancen zu steigern. Ein weiteres Problem ist auch die Organisation der Weideflächen und der bewusste Umgang mit natürlichen Ressourcen. Im Rahmen des Projektes „Proyecto Desarrollo Sierra Sur“ (Projekt zur Entwicklung der Region südliche Anden) zum Beispiel wurde den Bewohnern der Region Chichillapi gezeigt, wie natürliche Ressourcen, insbesondere Wasser, besser genutzt werden können. Im Zuge dieser Aktion wurden Bewässerungskanäle und Rückhaltebecken gebaut. Zudem erfuhren die Alpaqueras, wie man einheimische Pflanzen und Kräuter als Heilpflanzen für die Tiere nutzen kann, weil dies zu einer besseren Qualität der Alpaka-Rohprodukte führt als künstlich hergestellte Medikamente. Um die Ware abzusetzen, finden regelmäßige Tausch- und Verkaufsmärkte statt. Auf diesen Märkten jedoch werden die Frauen oft von den Großhändlern ausgenutzt, die die Ware (insbesondere die Rohprodukte) zu nur sehr niedrigen Preisen kaufen, um sie danach in größeren Industriezentren in der Wollproduktion weiter zu verarbeiten.
 
Das Produkt
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Durch die Zusammenarbeit mit der Frauenkooperative „Irpa“ werden die Frauen aus Mazo Cruz in der Weiterverarbeitung ihrer Wolle geschult. Die Irpa-Kooperative benutzt bei der Verarbeitung bewährte Techniken, die bereits über viele Generationen hinweg überliefert wurden. Die Frauen der Apaqueras-Kooperative sind dadurch in der Lage, ihre Rohprodukte zu „veredeln“. Die Wolle wird von Hand geschoren, gewaschen, gekämmt, gesponnen und zu 50g–Knäuel aufgewickelt. Anders als früher wird so die Wolle nun nicht mehr als reines Rohmaterial, sondern als fertiges Produkt verkauft, was den Frauen die Möglichkeit gibt, einen deutlich höheren Preis für ihre Arbeit zu erzielen. Der Preis für das bearbeitete Woll-Knäuel ist zu vergleichen mit dem Preis für ein fertiggestelltes Produkt (Mütze, Schal, Handschuhe).
Die Kooperative verarbeitet zurzeit nur naturfarbene Wolle in Öko-Qualität, nach denen es in Europa eine große Nachfrage gibt.

Zusammenarbeit mit Arte Indio
Auf Grund der neu entstandenen
Zusammenarbeit zwischen der Apaqueras-Kooperative und Arte Indios langjährigem Partner, der Kooperative „Irpa“, haben die Frauen die Möglichkeit, höhere Einnahmen zu erzielen. Das Wissen der Weiterverarbeitung der Wolle ermöglicht auch benachteiligten Frauen (z.B. Arthritis-Kranke), ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und erhöht somit den Lebensstandard ihrer Familien und der gesamten benachteiligten Region. Durch die Zahlung fairer Preise und einer längerfristigen Zusammenarbeit mit Arte Indio kann diese Situation nochmals verbessert werden. Zudem kann durch die Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung der Frauen in der Kooperative das übermittelte Wissen genutzt und weiterverbreitet werden.
Arte Indio unterstützt die Kooperative ferner in der Erhaltung ihrer Traditionen und Kultur durch den Verkauf der Produkte mit z.B. traditionellen Farben und Designs.
 
 
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