Asociación de Artesanos "Alma de mujer". Insel Amantani. Puno
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Name: Vereinigung "Alma de mujer"
Lage: Insel Amantani, Titicaca See, Puno, Peru
Produkte: Herstellung von Kunsthandwerk, Bekleidung, gewebtes  Accessoires wie Taschen, Geldbörsen, Rucksäcke, etc.
 
Eine weiterer selten besuchter Ort ist die Insel Amantani.
Sie liegt im peruanischen Teil des Titicacasees. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass es auf ihr zwei Hügel gibt, die die Einheimischen Mutter Erde und Vater Erde nennen. Auf Ihnen und auf der Insel wird noch wie vor Jahrhunderten Ackerbau auf terassierten Hängen in Handarbeit betrieben. p1090196Durch die klimatisch begünstigte Lage ist hier der Anbau von Feldfrüchten wie Kartoffeln, Quinoa und Weizen auch in Höhen von über 4.000 Meter gut möglich. Weiterhin leben die Bewohner dieser 15 Qadratkilomter kleinen und völlig Autofreien Insel von der Alpaca-Zucht und Wollerzeugung.
Die Bewohner sind Quechua –„Indianer“ und deren Nachfahren, die die gleichnamige Sprache sprechen, Spanisch ist dagegen eher selten. Touristen kommen nicht sehr häufig, es gibt keine Hotels. Jedoch werden Gäste auf die Privatzimmer der Einwohner verteilt und herzlich aufgenommen. Es finden sich auf der Insel zahlreiche Zeugnisse der andinen Kultur aus Inka-und Vorinkazeiten. Auf den beiden Gipfeln stehen noch jeweils Tempelruinen, weiterhin finden sich Spuren der Twanaku-Kultur. Die Insel Amantani wird auch „Insel der Kantuta“, nach der heiligen Blume der Inka, genannt.
Besonders das Kunsthandwerk zeigt eindrucksvoll die traditionellen Wurzeln der Bewohner. Bekannt und geschätzt sind die hochwertigen Webartikel wie Taschen und Medizinbeutel ebenso die Alpaka-Artikel wie Felle, Wolle und Strickwaren.

p1090203Das Leben auf der Insel ist ebenso wie die Nachbarinsel Taquile genossenschaftlich organisiert. Das bedeutet einerseits, dass keine Steuern erhoben werden, jedoch Gemeindeaufgaben gemeinschaftlich gelöst werden. Die Bevölkerung lebt in sehr einfachen Verhältnissen, es existiert seit einigen Jahren eine kleine Krankenstation und eine Schule. Es gibt keine Stromversorgung, kein Warmwasser oder sanitäre Einrichtungen.

Ursprünglich ist die landwirtschaftliche Arbeit Männersache, jedoch durch Landflucht sind viele Familien zerrissen und viele Männer haben die Insel verlassen und leben nun in Großstädten wie Lima oder Arequipa. Frauen müssen daher das „Zepter“ immer öfter in die Hand nehmen und bewirtschaften nicht nur die Felder sondern kümmern sich um die Weiterverarbeitung der Wolle zu den berühmten Textilprodukten.

Kooperative

 Die Kooperative „Alma de mujer“ (Seele der Frau) ist ein indigenes Frauen-Netzwerk, welches sich 1985 gegründet hat, um die Selbstbestimmung der indigenen Frauen, Familien, Gemeinschaften und Nationen in Amerika und den pazifischen Raum zu unterstützen. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, die Selbstbestimmung zu fördern, Bildungsarbeit voranzubringen, die Revitalisierung der Sprachen und Kultur, die Beseitigung aller Formen der Unterdrückung, die Erreichung der Autarkie und der Schutz von Mutter Erde für zukünftige Generationen zu erreichen.

p1090211-1Die Genossenschaft fertigt die Medizinbeutel und Strickwaren, die wir im Sortiment haben. Dabei wird durch monatliche Schulungen und Qualitätskontrollen ein hoher Standart erreicht, der sich natürliche in den Produkten wieder findet.
Während die Strickarbeiten, ebenso wie das Waschen und kämmen der Wolle reine Handarbeit sind, hat ein Hilfsprojekt für die Kooperative in Form von Webstühlen für erhebliche Arbeitserleichterung gesorgt. Trotzdem erfordert es von den Frauen viel Kraft und Liebe, die sehr aufwändige und umfangreiche Arbeit in dieser hohen Qualität auszuführen. Wir bieten Ihnen damit hochwertige Waren zu einem auch für die Hersteller guten Preis an.

 

 
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